PVDF - Polyvinylidenfluorid

 
 
PVDF - Polyvinylidenfluorid zoom

Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist ein thermoplastischer Fluorpolymer mit sehr hoher Reinheit, da es ein Homopolymer ohne Zusatzstoffe wie z.B. Stabilisatoren und Farbstoffe ist. Dadurch ist PVDF physiologisch unbedenklich und kann im Reinstmedienbereich eingesetzt werden. Außerdem besitzt es eine hohe mechanische Festigkeit und eine sehr gute chemische Widerstandsfähigkeit. Im Vergleich zu anderen Fluorkunststoffen lässt sich PVDF einfach und gut verarbeiten.

 

Allgemeine Eigenschaften:

  • physiologische Unbedenklichkeit, hohe Reinheit
  • temperaturbeständig von – 40° C bis 150° C (abhängig von der Beanspruchungsart)
  • gute Widerstandsfähigkeit gegen die meisten anorganischen Säuren, auch bei hohen Temperaturen
  • gute mechanische Eigenschaften
  • sehr gute Gleiteigenschaften, hohe Oberflächenglattheit
  • ausgezeichnete Abriebfestigkeit
  • UV-beständig
  • gute Schweißbarkeit

Anwendungsgebiete:


  • Reinstmedienversorgung
  • Chemieanlagen
  • Pharmaanlagen
  • Halbleiterindustrie
  • Lebensmittelindustrie
  • Rohrleitungssysteme
  • Apparatebau
  • Nassbänke
  • Behälterauskleidungen

Lieferprogramm:


  • Rohre
  • Formteile für Stumpf-, IR- und HPF-Schweißung
  • Formteile für Muffenschweißung
  • HPF-Heizwendelmuffen
  • Armaturen
  • Halbzeuge
  • Schweißtechnik

Vorteile beim Einsatz von PVDF-Rohren und -Formteilen:

  • einfache Verlegung durch den Einsatz von IR-, HPF-, Stumpf und Muffenschweißung
  • High-Purity-(HP)-Materialien erfüllen besonders hohe Anforderungen bei Reinstmedien
  • schwerentflammbar nach UL 94-V0, FM-zugelassen
 

Drucktabelle in bar für PVDF nach ISO 12162 bei einem Sicherheitsfaktor 1,6

Temperatur SDR 21 SDR 33

20°C

17,1

10.9

40°C

14,1

9,0

60°C

11,0

7,0

80°C

8,3

5,3

120°C

2,0

1,3

Verhalten bei Strahlenbe­lastung

PVDF besitzt aufgrund seiner chemischen Struktur eine gute Beständigkeit gegen UV- und Gammastrahlung und ist sehr alterungsbeständig. Da es sich um einen transluzenten Werkstoff handelt, sind die Medien der UV-Strahlung ausgesetzt.

Physiologische Unbedenk­lichkeit

PVDF eignet sich gemäß FDA "Title 21, Code of Regulations (USA) Chapter 1, part 177.2510" für die sichere Verwendung für Gegenstände, die für wiederholten Kontakt mit Nahrungsmitteln bestimmt sind. PVDF ist zugelassen für den Einsatz in Verarbeitungsanlagen und Lagervor­richtungen des "US-Department of Agriculture (USDA)". PVDF entspricht auch den Kriterien der "3-A Sanitary Standards for Multiple-Use Plastic Materials Used as Product Contact Surfaces for Dairy Equipment, Serial-No.2000".

Vermehrung von Mikroorganismen auf PVDF

Die Oberfläche von PVDF bildet für die Vermehrung von Mikroorganismen einen ebenso ungünstigen Nährboden wie Glas. So lautet das Schlußergebnis einer Untersuchung, die Solvay von "Centre d' Enseignement et de Recherches des Industries Alimentaires et Chimiques" (CERIA in Brüssel) durchführen ließ. Aufgrund dieser Eigenschaft wird PVDF in der Lebensmittelindustrie (z.B. in Molkereien) wie auch in der pharmazeutischen Industrie (z.B. für sterilisierbare Präzisionsdosier­pipetten) und im Reinstmedienbereich der Halbleiterindustrie eingesetzt.

Chemische Widerstandsfähigkeit

PVDF hat eine bemerkenswerte Wider­­standsfähigkeit gegen die meisten anorganischen und organischen Säuren, oxidierende Medien, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Alkohole und halogenhaltige Lösemittel. Es widersteht Halogenen - insbesondere Brom (aber nicht Fluor) - und schwachen Laugen. Es wird abgebaut von rauchender Schwefelsäure, einigen stark basischen Aminen, konzentrierten und heißen Alkalien sowie Alkalimetallen. In stark polaren Lösemitteln, wie Aceton und Ethyl­acetat, quillt es und ist etwas löslich in aprotischen Lösemitteln wie Di­methylformamid und Dimethyl­sulfoxid.

 
 

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